Alles über Diabetes, 11. Teil: Tiere und Diabetes

Auf Diabetes mellitus haben wir Menschen kein Monopol – auch Säugetiere können daran erkranken – und sie haben mit uns gemeinsam, dass „der Zucker“ meist im mittleren oder höheren Alter entsteht. Die besten Freunde des Menschen, Hunde (insbesondere kleinere Exemplare wie Dackel, Pudel, etc.) und Katzen, können betroffen sein, doch auch beispielsweise Nagetiere, Rinder, Pferde und freilich jene Säugetiere, die uns sowieso am ähnlichsten sein sollen, die Affen, bleiben nicht immer verschont.
Wie bei uns Menschen wird ebenso in der Tiermedizin unterschieden zwischen Diabetes mellitus Typ I und Typ II (beim Typ I wird zu wenig oder kein Insulin von der Bauchspeicheldrüse mehr produziert, während beim Typ II Insulin, das nach wie vor hergestellt wird, nicht auf taube Ohren, sondern gewissermaßen auf taube Zellen/Rezeptoren stößt [Insulinresistenz]). Die übersättigten Körperzellen reagieren nicht mehr wie gewohnt auf das Insulin, woraufhin die Bauchspeicheldrüse verzweifelt immer mehr davon produziert, bis sie merkt, dass sie damit verschlossene Türen einrennen will und schließlich resigniert (die Insulinherstellung herunterfährt).
Und genau wie beim Homo sapiens liegt bei seinen tierischen Freunden teils eine genetische Disposition (meist beim Typ I) vor, teils spielen falsche Ernährung und Übergewicht (beim Typ II) eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Krankheit. Freilich können auch – wie beim Menschen –  hormonelle Störungen, Entzündungen oder andere Blessuren der Bauchspeicheldrüse Auslöser für einen Diabetes mellitus sein.

Diabetes beim Tier erkennen

Auch die Symptome der Zuckerkrankheit sind bei Zwei- und Vierbeinern identisch – nur können unsere felltragenden Gefährten nicht darüber reden, wenn sie sich schlecht fühlen. Deshalb ist unsere Fürsorge und Beobachtungsgabe gefragt, damit frühzeitig ärztlich betreut und die Krankheit in Schach gehalten werden kann.
Wenn also vermehrt Durst und Hunger auftreten, zum Beispiel ein Hund häufiger Gassi geführt werden muss (verstärkte Harnausscheidung), ein Tier vielleicht schlapp und kraftlos wirkt, auffällig zu- oder abnimmt, vielleicht sogar das Sehvermögen nachlässt oder das Fell sich verändert (ausfällt, stumpf wird), ist es höchste Zeit, dem Veterinär einen Besuch abzustatten.

Die Therapie

Hier liegen Hund und Katz uns gegenüber deutlich im Vorteil, da sie die Kühlschranktür nicht selber öffnen können. Ob spezielle Diät, Medikamente oder sogar Insulinspritzen – der Halter und somit auch das Tier werden meist schnell mit den notwendigen Veränderungen vertraut, so dass diese meist konsequent und erfolgreich umgesetzt werden.
 
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