Pflegebedürftige sollen sich in ihrer Haut wohlfühlen

Unser größtes Organ, die Haut, bekleidet/begleitet uns ein Leben lang und macht so einiges mit: Sie schützt uns vor äußeren Einflüssen – vor mechanischen, thermischen und chemischen (Säureschutzmantel zur Abwehr von Krankheitserregern), hilft bei der Regelung der Körpertemperatur und des Wasserhaushalts, mit unserer Haut berühren wir und werden berührt. Ohne sie hätten wir weder das nötige Fingerspitzengefühl noch könnten wir, etwa durch Erröten oder das Auftreten von Gänsehaut, so differenziert kommunizieren. Unsere Haut ist elastisch und flexibel, dehnt sich nach Bedarf und zieht sich wieder zusammen – und sie beginnt zu altern, noch bevor wir das dreißigste Lebensjahr erreicht haben. Der Alterungsprozess wirkt sich bei allen Organen auf deren Funktionsfähigkeit aus – so auch auf die unserer Haut, für alle sichtbar. Zwar kann durch gute Pflege und eine gesunde Lebensweise diese Veränderung hinausgezögert werden, doch die Widerstandsfähigkeit unserer Außenhülle lässt im Alter nach und sie wird anfälliger für Störungen.

Hauterkrankungen, die im Alter zunehmen

Da bei vielen Älteren die Haut trockener ist, macht diesem Personenkreis häufig der so genannte Altersjuckreiz zu schaffen. Regelmäßiges Eincremen mit entsprechenden Feuchtigkeitscremes/-emulsionen (meist mit Harnstoff) wirkt dem Austrocknen entgegen und der Juckreiz kann so deutlich abgeschwächt oder sogar behoben werden.

Eine Reduktion der Abwehrkräfte macht ältere Menschen auch anfälliger für Pilzinfektionen, insbesondere wenn die Haut bereits in Mitleidenschaft gezogen ist durch das Vorliegen von beispielsweise Diabetes mellitus oder Inkontinenz (die Feuchtigkeit bietet Pilzen Nährboden und aufgequollene Haut ist anfälliger). Auch auf Virus- (z.B. Gürtelrose = Herpes Zoster) sowie bakterielle Infektionen/Ekzeme bezogen ist die Haut älterer, pflegebedürftiger Menschen stärker gefährdet - deshalb ist neben Sauberkeit und Pflege auch die Inspektion wichtig, damit Auffälligkeiten gleich entdeckt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können.

Was gute Hautpflege kann

Gute Hautpflege beginnt mit dem Entfernen von Schmutz, wobei der Säureschutz- oder Hydrolipidmantel (der Schutzfilm den unsere Haut unter anderem aus Talg stetig selbst produziert) möglichst nicht zerstört werden soll. Für den Erhalt des Säureschutzmantels ist ein pH-Wert von 5 bis 6 ideal, dieses leicht saure Milieu macht Krankheitskeimen das Leben schwer. Nun hat gewöhnliche Seife einen pH-Wert von 9 bis 12, das bringt die ältere Haut aus dem Gleichgewicht, da sich der Säureschutzmantel nicht mehr in der erforderlichen Geschwindigkeit regenerieren kann – das führt zu Hauttrockenheit und -reizungen, auch kann sich die Haut rau und rissig zeigen sowie schmerzempfindlich. Empfohlen wird daher die Verwendung von Syndets (waschaktiv auf synthetischer Basis) oder Waschlotionen, die den Hydrolipidmantel und die Haut schonen und diese weniger stark aufweichen lassen. Dass nach dem Waschen zwar gründlich, aber sanft abgetrocknet werden muss, versteht sich von selbst – Tupfen ist besser als Rubbeln!

Doch auch die sanfteste Reinigung geht auf Kosten von Hautfett und -feuchtigkeit, das folgende Eincremen gleicht dies wieder aus, nährt die Haut und macht sie unempfindlicher. Neben dem oben bereits erwähnten Harnstoff (Urea) sind auch Panthenol (ebenfalls feuchtigkeitsbindend), Kreatin (unterstützt die Hautfunktionen und schützt die Zellen) und Allantoin (fördert die Zellregeneration/-bildung) häufig Bestandteile hochwertiger Hautpflegeprodukte für ältere Menschen.

Extrem wichtig ist auch die Feuchtigkeit von innen! Gerade ältere Menschen neigen dazu, viel zu wenig zu trinken – das kann außer zu Kreislaufproblemen, Kopf- oder Gliederschmerzen selbstverständlich auch zum Austrocknen der Haut führen.

Der pflegebedürftige Mensch soll sich wohl fühlen in seiner Haut – der pflegende Angehörige aber ebenso. Für ihn/sie ist es sicher zumindest anfangs nicht leicht, einem engen Verwandten (oft ist es der Partner/die Partnerin oder ein Elternteil) auf diese ungewohnte Art nahezukommen. Einen Pflegekurs für Angehörige zu belegen kann da Orientierung und Sicherheit bieten, auch ist es oft hilfreich, sich mit anderen Pflegenden über Erfahrungen auszutauschen.

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